Granatapfelkern-Mischung entfacht Verdauungsfeuer

Die Herbstferien sind bei vielen beliebt, um vor dem Winter noch einmal richtig Sonne zu tanken, die Seele baumeln zu lassen und zu genießen. Ob Abenteuertour, Kulturreise oder faulenzen am Strand, etwas vom schönsten ist die Speisevielfalt und das Entdecken neuer kulinarischer Genüsse am Reiseziel. Um den Urlaub genießen zu können, muss man aber nicht sofort zur Reiseapotheke greifen. Die Tibetische Konstitutionslehre hält hier einige hilfreiche Tipps bereit.

Die veränderte Nahrungszusammenstellung im Reiseland, die gekühlten Getränke und ungewohnten Essenszeiten (Zeitverschiebung, Jetlag) können ein körperliches Ungleichgewicht bedeuten. Wer nicht gerade einen sogenannten «Rossmagen» hat, tut gut daran auf sein Bauchgefühl zu achten. Es empfiehlt sich in den ersten Tagen kulinarisch etwas zurückhaltend zu sein. Fettarme und warme Mahlzeiten wie z.B. gedünstetes oder gegrilltes Gemüse mit Fisch, Suppen oder Gemüseeintöpfe eignen sich besonders gut. Ungekühlte oder gar warme Getränke hingegen sind gut verträglich und können je nach Getränk (z.B. Gewürztee) das Verdauungsfeuer sogar noch unterstützen. Am Morgen auf nüchternen Magen ist ein Glas heißes Wasser die beste Vorbereitung auf einen kulinarischen Tag.

Konstitution stärken gegen Urlaubsstress

Die ungewohnte Nahrung und kalte Getränke können gemäß der Tibetischen Konstitutionslehre ein Beken-Ungleichgewicht im Verdauungssystem verstärken. Herrscht eine spürbare „Kälte“ im Körper, so wird das medrod (Verdauungsfeuer) gedämpft. Dadurch kann die Trägheit zunehmen und ein Gefühl des „Vollseins“ kann empfunden werden – der wohl bekannte „Stein im Bauch“. Ebenfalls kühlend und verdauungshemmend wirkt Rohkost, vor allem dann, wenn man sie nicht richtig kaut.

Tipp: 50 – 100 Kaubewegungen pro Bissen wären optimal. Dann ist die Nahrung richtig zerkleinert und mit dem Speichel durchmischt.

Scharf und Sauer für ein starkes Verdauungsfeuer

Die Tibetische Konstitutionslehre rät bei einem geschwächten Verdauungsfeuer zu scharfen und sauren Gewürzen und Nahrungsmitteln. Bewährt hat sich auch »Se’bru 5«, eine Rezeptur aus der Tibetischen Konstitutionslehre. Sie kombiniert Granatapfelkerne, Galgantwurzel, Langen Pfeffer, Kardamom und Zimtkassia zu einer wärmenden Formulierung: Scharfstoffe aus dem Langen Pfeffer und der Galgantwurzel sorgen wie eine Wärmflasche von innen für ein anregendes und wohliges Wärmegefühl im Bauch. Die scharfen und sauren Zutaten der Rezeptur entfachen das Verdauungsfeuer und stellen so das Gleichgewicht des Magenklimas wieder her. Die Tibeter erkannten bereits vor Jahrhunderten, dass Granatapfelkerne das medrod stärken und sich positiv auf das zentrale System in der Körpermitte auswirken, vor allem nach einem üppigen und fettigen Essen.

Wenn Ihr Unterleib mit einer Trägheit und einem Gefühl der Schwere im Bauch reagiert, helfen eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen, viel Flüssigkeit (besonders bei heißem Klima) sowie Bewegung und bei Bedarf die Steuerimpulse ausgesuchter Vielstoffgemische.

Wir geben Ihnen Tipps aus der Tibetischen Konstitutionslehre, um die Körpermitte und die Konstitution zu stärken:

Viel Wasser trinken

Morgens als erstes ein Glas heißes Wasser trinken, um das Verdauungsfeuer anzuregen.

Achten, was auf den Teller kommt

Rohkost wie Salate, zu viel Früchte, Smoothies oder Speiseeis brauchen viel Wärme zur Verarbeitung und sollten – wenn möglich – vermieden werden. Aber auch schwer verdauliches Essen wie fettige und frittierte Speisen, Käse oder zu viel Fleisch können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen. Speisen wie gekochtes Gemüse, frische Früchte (nur morgens), Reis, Nudeln, Brot, Fisch oder auch etwas Geflügel resp. Rindfleisch, eignen sich besonders. Dazu viel warmes Wasser trinken.

Wärmende Pflanzen

Um das Verdauungsfeuer anzuregen, helfen scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili oder Ingwer (auch für Salatsaucen geeignet). Aber auch Zimt, Langer Pfeffer, Galgant oder Kardamon haben wärmende Eigenschaften und eigenen sich zum Würzen oder als Tee-Aufgüsse.

Weniger ist mehr

In den Ferien möchte man einfach genießen und alles probieren, bis in die Nacht hinein Abendessen und auch mal Eis zwischendurch schlemmen. Auch wenn es bei den Köstlichkeiten schwerfällt, ist auch in den Ferien ein gewisses Maß beim Essen gefordert. Die Tibetische Konstitutionslehre empfiehlt die 3er-Regel beim Essen: 1/3 feste Nahrung, 1/3 warmes Wasser, 1/3 Luft („Platz im Verdauungstrakt lassen“).